Nach dem Durchmarsch in der 2. Bundesliga und dem 2.Platz in der Relegation erhielt der TSV Neufahrn auf Grund der Absage des TV 1848 Erlangen für 2011 wieder einen Platz in der 1. Bundesliga. Dass es in dieser Saison schwierig wird Erfolgserlebnisse zu erzielen, war allen Beteiligten klar. Die Dominanz der Mannschaften aus Leistungsstützpunkten mit ihren umfassenden Fördermöglichkeiten wird im Laufe der Jahre immer deutlicher. Zudem muss der TSV Neufahrn auf ihren Stammturner Dimitrij Knauer wegen einer Verletzung die ganze Saison verzichten, terminliche Kollisionen verhinderten die Verpflichtung von Verstärkung aus anderen Münchner Vereinen.
Somit trat die Neufahrner Kernmannschaft mit Katharina Behr, Verena und Kai Böslau, Franziska Löffler, Marcel Simmet und Lisa Vogt am 9.4. ihre erste Begegnung gegen den SV Brackwede an. In diesem Stadtteil von Bielefeld leitet der ehemalige Bundestrainer Roland Berger ein Bundesleistungszentrum. Seit 2011 gelten neue Regeln: Alle Wertungen eines Durchganges werden addiert, es gibt somit keine Streichwertung mehr. Für das Endergebnis zählen nur die gewonnen Durchgangspunkte und nicht mehr die Gesamtpunktzahl. Das bedeutet, dass zunächst einmal das sichere Durchturnen aller Übungen im Vordergrund steht.
Durch die Regeländerungen erhofft man eine erhöhte Spannung und die Chance für schwächere Mannschaft im Falle eines Übungsabbruches Durchgänge gewinnen zu können. Diesen Gefallen taten die Brackweder den Neufahrnern jedoch nicht. Mit sicheren Übungen, im Durchschnitt auch sauberer geturnt und mit höherer Schwierigkeit, gewannen sie problemlos alle Durchgänge, so dass das Endergebnis 6:0 für Brackwede lautete.
Das erklärte Ziel des TSV Neufahrn, den 6. Platz zu erreichen um die Relegation zu vermeiden, wird sicher nicht einfach zu erreichen sein. Bereits am nächsten Wochenende in Itzehoe und in Salzgitter gibt es Gelegenheit den einen oder anderen Durchgangspunkt zu ergattern.